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Bank und Kapitalmarktrecht

Das Rechtsgebiet Bank- und Kapitalmarktrecht ist umfangreich und komplex. Spezielle Themen wie "Dieselgate", Darlehenswiderruf oder Bankenkrise sind nur exemplarische Beispiele, mit denen dieses Rechtsgebiet in Verbindung gebracht wird. Im Wesentlichen kann das Bank- und Kapitalmarktrecht jedoch in vier Hauptthemengebiete unterteilt und somit veranschaulicht werden.

 

Das allgemeine Bankrecht

Das allgemeine Bankrecht - oder auch vereinfacht "Zahlungsverkehrsrecht" - beschäftigt sich unter anderem mit der Geschäftsverbindung zwischen Kreditinstituten und Kunden einerseits und damit insbesondere auch mit dem Zahlungsverkehr zwischen einer Bank und seinen Kunden bzw. einem Dritten anderseits. 

Typische Probleme können falsche, fehlgelaufene Überweisungen oder unkorrekte Lastschriftabbuchungen von Girokonten des Kunden sein. Auch grenzüberschreitende Probleme (z. B. Überweisungen außerhalb des SEPA-Raums) können hier auftreten.

Das Kreditvertragsrecht

Das Kreditvertragsrecht umfasst Problemstellungen von Darlehensnehmern (Kunden) und Darlehensgebern (Kreditinstituten). Zu nennen ist in diesem Zusammenhang insbesondere die Frage der Wirksamkeit oder Widerruflichkeit eines Darlehensvertrags nebst den sich hieraus ergebenden Folgen.

Wertpapier- und Kapitalmarktrecht

Das Wertpapier- und Kapitalmarktrecht umfasst eine Vielzahl von Fragestellungen unter anderem zu Anleihen, Vorbereitung eines (erstmaligen) Börsenganges (Initial Public Offering) oder auch die Wahrnehmung der Interessen von geschädigten Anlegern aufgrund fehlerhafter Anlageberatung bzw. spiegelbildlich die Abwehr solcher Ansprüche für Anlageberater.

Überdies umfasst dieser Themenkomplex auch Fragen rund die von Emittenten zu erfüllenden Pflichten, namentlich die Prospektpflicht bei Vermögensanlagen oder klassischen Wertpapieren. 

Kreditsicherung

Unter den Oberbegriff der Kreditsicherung fallen unter anderem Fragestellungen zu Grundpfandrechten (Hypotheken, Grundschulden o. Ä.) sowie die im geschäftlichen Verkehr typischen Raumsicherungsverträge oder Globalzessionen. Den Sicherungsrechten ist stets gemein, dass sie nur im sogenannten Sicherungsfall durch den Sicherungsnehmer (typischerweise die finanzierende Bank) verwertet werden dürfen. Damit ist die Zulässigkeit der Verwertung einer bestellten Sicherheit wesentlicher Gegenstand der anwaltlichen Beratung.

Carsten Dormehl
Rechtsanwalt 
Bernd Völpel